Diese Masterarbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Veränderungen in den Diskursen über den Wandel des Zugangs zur Mantra-Rezitation in den religiösen Traditionen des Hinduismus mit einem Schwerpunkt auf den indischen Guru-Bewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit Blick auf den ungleichen Zugang zu religiösem Wissen und religiösen Praktiken, hervorgerufen durch die historische Ausgrenzung und Teilhabe von Frauen an der brahmanischen Hindutradition, wird die sich wandelnde Rolle indischer weiblicher Gurus untersucht. Dabei wird analysiert, wie diese geschlechtsspezifischen Herausforderungen begegnen und bei der Neugestaltung von traditionellen Geschlechterrollen sowie Veränderungen religiöser Praktiken für Frauen nach Legitimität als auch Autorität streben. Unter Berücksichtigung historischer, sozialer und religiöser Faktoren werden Themen, wie gelebte hinduistische Religiosität, weibliche Spiritualität und indische Weiblichkeit im Kontext der Transformation hinduistischer Traditionen durch weibliche Gurus behandelt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Mantra-Praktiken in digitalen und analogen Räumen liegt.
Luisa Masznitz (Wed,) studied this question.