Diese Masterarbeit verwendet die kritische Diskursanalyse (CDA), insbesondere Faircloughs dreidimensionales Modell, um zu untersuchen, wie männliche Nutzer von Online-Dating-Apps Sprache einsetzen, um sich selbst zu präsentieren, und welche Ideen oder Überzeugungen sie durch ihre Beschreibungen zum Ausdruck bringen. Die Daten wurden mittels einer Online-Umfrage erhoben, die darauf abzielte, Selbstbeschreibungen zu erhalten. Die Studie konzentriert sich darauf, wie diese Beschreibungen Ansichten zu Männlichkeit, Identität, romantischen Beziehungen, Attraktivität, Geschlechterrollen und Lebensstil widerspiegeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmer überwiegend positive, persönlichkeitsbezogene Adjektive verwendeten, um sich selbst zu beschreiben, während negative Eigenschaften meist vermieden wurden, was auf eine starke Fokussierung auf das Impression Management hindeutet. Verweise auf das Aussehen waren selten, wobei sich die Selbstbeschreibungen hauptsächlich auf Persönlichkeitsmerkmale wie verspielt, freundlich und emotional reif konzentrierten. In ähnlicher Weise konzentrierten sich die Beschreibungen der idealen Partner hauptsächlich auf gemeinsame Interessen und emotionale Eigenschaften und weniger auf körperliche Merkmale. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Online-Dating-Umgebungen es Männern ermöglichen, eine emotional offenere und weniger traditionell männliche Identität auszudrücken, wodurch Normen in Bezug auf Dominanz, Macht und emotionale Unterdrückung in Frage gestellt werden.
Yocelin Nicole Barria Aguilar (Thu,) studied this question.