Hintergrund: Strukturelle und funktionelle Veränderungen, die durch den radialen Zugang zur zerebralen diagnostischen Katheterangiographie entstehen, könnten zu einer beeinträchtigten Handgelenksfunktion beitragen. Diese Studie hatte zum Ziel, den Einfluss des transradialen Zugangs auf die Handgelenksfunktion bei diagnostischen zerebralen Verfahren mittels prospektiver Nachuntersuchungen zu bewerten. Methoden: Die Handgelenksfunktion wurde prospektiv mit dem Patient-Rated Wrist Evaluation (PRWE) Fragebogen zu Basis (pre-prozeduraler Bewertung) sowie bei Nachuntersuchungen nach 1 Monat und 3 Monaten (PRWE: 0 bis 100, wobei 0 keine funktionelle Beeinträchtigung bedeutet) bewertet. Assoziationsanalysen mit demografischen und klinischen Parametern wurden unter Verwendung univariater logistischer Regressionsmodelle durchgeführt. Ergebnisse: Während des 12-monatigen Beobachtungszeitraums wurden 35 Patienten in die Studie aufgenommen. Zu Beginn berichteten 25 Patienten (71,4%) von keiner Handgelenksbeeinträchtigung, während 10 Patienten (28,6%) PRWE-Werte von bis zu 51 hatten. Bei der Nachuntersuchung nach 1 Monat erlebten sieben Teilnehmer (20%) eine Verschlechterung der Handgelenksfunktion, was sich in erhöhten PRWE-Werten widerspiegelte. Von diesen zeigten fünf Patienten eine Verschlechterung, die den minimal klinisch relevanten Unterschied überschritt. Weitere acht Teilnehmer (22,9%) wiesen eine Verbesserung auf. Eine Verschlechterung der Handgelenksfunktion zwischen der Basislinie und der Nachuntersuchung nach 1 Monat war nicht signifikant mit Alter, Geschlecht, vorherigem neurochirurgischen Status, Body-Mass-Index (BMI), Gesamtdauer des Verfahrens, Dosis-Fläche-Produkt oder Fluoroskopiezeit assoziiert (p > 0,05). Bei der Nachuntersuchung nach 3 Monaten berichtete keiner der Patienten über handgelenksbezogene Beeinträchtigungen. Schlussfolgerungen: In dieser explorativen Kohorte führte die Anwendung des transradialen Zugangs zur zerebralen Angiographie zu keinen handgelenksbezogenen Beeinträchtigungen bei der Nachuntersuchung nach 3 Monaten. Eine vorübergehende Verschlechterung trat bei 20% auf, einschließlich klinisch relevanter Fälle, was die Notwendigkeit größerer Studien mit objektiven Ergebnissen unterstreicht.
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Michael Braun
Bundeswehrkrankenhaus
Julian Kifmann
Bundeswehrkrankenhaus
Johannes Steinhart
Bundeswehrkrankenhaus
Journal of Clinical Medicine
Universität Ulm
Klinikum rechts der Isar
University Hospital Ulm
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Braun et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
synapsesocial.com/papers/69b6069b83145bc643d1ca2e — DOI: https://doi.org/10.3390/jcm15062190