Zusammenfassung Hintergrund Bislang existieren nur wenige Studien zu den psychosozialen Auswirkungen von Vitiligo bei deutschen Patienten. Patienten und Methodik Ziel dieser monozentrischen Pilotstudie war es, das Wohlbefinden und die Lebensqualität erwachsener Patienten mit Vitiligo zu erfassen und diese Parameter hinsichtlich Geschlecht, Alter und klinischer Merkmale zwischen Betroffenen mit und ohne Beteiligung des Genitalbereichs, Gesichts und der Hände zu vergleichen. Wohlbefinden wurde mit Hilfe des WHO‐5‐Fragebogens und Lebensqualität mit dem Dermatology Life Quality Index (DLQI) ermittelt. Die psychometrischen Eigenschaften des WHO‐5‐Fragebogens wurden in dieser Stichprobe ebenfalls getestet. Ergebnisse Insgesamt wurden n = 110 Patienten (mittleres Alter ± SD: 47,5 ± 14,7 Jahre; 54,5% weiblich; 95,5% mit nichtsegmentaler Vitiligo) eingeschlossen. Der Mittelwert des WHO‐5‐Score lag bei 13,3, wobei 42,2% (n = 46) einen Wert von < 13 aufwiesen, was ein vermindertes Wohlbefinden impliziert. 14,7% (n = 16) der Patienten hatten einen WHO‐5‐Score von < 7, was auf eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Depression hinweist. Es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen dem WHO‐5‐Score, dem DLQI‐Score und Patienten mit und ohne Genital‐, Gesichts‐ und Handbeteiligung festgestellt. Die psychometrischen Eigenschaften des WHO‐5‐Fragebogens waren gut. Schlussfolgerungen Unsere Ergebnisse unterstreichen die psychosozialen Auswirkungen von Vitiligo bei deutschen Patienten. Zudem legen sie die Nützlichkeit des WHO‐5‐Fragebogens als einfaches psychosoziales Screening‐Instrument für die Routineversorgung dieser Patienten nahe.
Ohlenbusch et al. (Sun,) studied this question.