Zur Herstellung langgereifter Rohwurst werden Kastraten >160 kg Lebendmasse wegen der benötigten Fettmenge und -qualität genutzt. Zur Mast kommen vor allem moderne Hybriden (Hy), bei denen beides oftmals unzureichend ausfällt. Alte gefährdete Rassen, z.B. Sattelschweine (Sa), mit einer hohen de-novo Fettsynthesekapazität könnten eine Alternative darstellen und damit zu deren Erhaltung beitragen. Es wurden die Effekte von drei Genotypen (Sa, Piétrain*Sa(PiSa), Hy) und zwei Raufuttern (Kleegrassilage, Stroh) auf Mastleistung (ML), Schlachtkörper (SQ)-, Fleisch-, Fett- und Wurstqualität sowie Wirtschaftlichkeit (W) überprüft. Dieser Artikel präsentiert die Ergebnisse zu ML, SQ und W. Der Genotyp jedoch nicht das Raufutter beeinflussten ML und SQ signifikant. Hy zeigte gegenüber Sa die beste ML (804 g vs. 634 g tägl. Zunahme) und bei SQ die geringste Verfettung (1 : 1,36 vs. 1 : 0,49 Fleisch : Fett-Verhältnis). Bezüglich W erreichte Sa nur 60 % des Überschusses über die Ferkel-Futter-Kosten von Hy. Bei sämtlichen Kriterien lagen die Ergebnisse von PiSa zwischen Hy und Sa. Hinsichtlich der Fettquantitäten scheinen Sa und PiSa für die Rohwurstherstellung am besten geeignet zu sein. Jedoch ist die Mast von Sa in Reinzucht ökonomisch uninteressant, solange der Auszahlungspreis nicht an deren geeignete Schlachtkörperqualität für die Weiterverarbeitung angepasst wird.
Schwalm et al. (Tue,) studied this question.