Suizidales Verhalten ist ein komplexes, dynamisches Phänomen, das Therapie und Prävention vor große Herausforderungen stellt. Ein zentrales Problem ist die Vorhersagbarkeit unmittelbar bevorstehenden suizidalen Verhaltens sowie die adäquate Beschreibung suizidaler Krisen. Diese kumulative Dissertation untersucht die Akut suizidal-aJektive Störung als mögliche diagnostische Entität für suizidale Krisenzustände und berücksichtigt zugleich etablierte Risikofaktoren wie Hoffnungslosigkeit, Borderline-Persönlichkeitsstörung und frühere Suizidversuche. Die Arbeit umfasst sechs Studien mit konzeptionellen, psychometrischen und empirischen Ansätzen, darunter Instrumentenvalidierungen, ambulantes Assessment, internationale Registerdaten sowie ein randomisiert-kontrolliertes Studienprotokoll. Die Ergebnisse verdeutlichen die Grenzen statischer, risikofaktorbasierter Modelle und sprechen für einen Paradigmenwechsel hin zu dynamischen und personenzentrierten Mechanismen suizidaler Krisen.
Carola Claus (Thu,) studied this question.