Taxa der Chondrichthyes sind nicht nur ein wesentlicher Bestandteil heutiger Ozeane, sondern waren dies auch für den größten Teils des Phanerozoikums, über 450 Millionen Jahren lang. Während dieses langen Zeitraums sind mehrere ihrer Familien ausgestorben, wie jene Gruppe, die im Mittelpunkt dieser Arbeit steht, die Hybodontiformes. Eine Gruppe, welche im Allgemeinen als Schwestergruppe der modernen Haie und Rochen bekannt ist. Hybodonten tauchten erstmals im späten Devon auf und überlebten das Massenaussterben an der Perm-Trias-Grenze. Während der Trias und dem frühen Jura waren sie in vielfältigen, aquatischen Lebensräumen dominant. Ab dem späten Jura und im Laufe der Kreidezeit verschwanden sie jedoch zunehmend aus offenen Meeren, möglicherweise aufgrund des zunehmenden Drucks durch moderne Haie, und starben schließlich in der späten Kreidezeit aus. In dieser Studie wurde fossiles Hybodonten-Material, in Form von isolierten Zähnen, aus der westkirgisischen Fundstelle Dzhidasai systematisch analysiert. Mehrere Spezies, darunter Hylaeobatis verzillini comb. nov., Lissodus verzillini comb. nov., Lonchidion sp., Parvodus balabansaiensis comb. nov., und Jiaodontus cf. montaltissimus wurden anhand des fossilen Materials identifiziert und neu bewertet. Die identifizierten Taxa zeigen weite zeitliche Verbreitungen, von der Frühen Trias bis zur Späten Kreide, sowie räumliche Verbreitungen über Europa, Asien und Teile Nordamerikas hinweg, was ihre ökologische Anpassungsfähigkeit und paläobiogeographische Bedeutung während des Mesozoikums unterstreicht. Diese Taxa wurden dann zur Neubewertung der paläogeographischen Interpretation des Gebiets, während des mittleren Jura, herangezogen, wobei die Interpretation als marginale marine, Lagune oder brackisches Flussdelta unterstützt wurde. Besonders auffällig ist zudem der außergewöhnlich hohe Erhaltungsgrad der Zahnwurzeln, was Gegenargumente in Bezug auf die Idee von Wurzelresorption in Hybodonten aufwirft und alternative Interpretationen nahelegt, etwa ein besonders günstiges Ablagerungsmilieu.
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Stefan Philipp
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Stefan Philipp (Thu,) studied this question.
synapsesocial.com/papers/69a286600a974eb0d3c01533 — DOI: https://doi.org/10.25365/thesis.80458