Motorisches Sequenzlernen (MSL) umfasst explizite und implizite Lernprozesse, die sich trotz gemeinsamer Leistungsverbesserungen in zeitlicher Dynamik und neuronalen Korrelaten unterscheiden; studienübergreifende Vergleiche sind aufgrund variationsreicher Studiendesigns häufig erschwert. In dieser Arbeit untersuchten wir diese Unterschiede in einer Within-Subject-EEG-Studie, in der parallel eine explizite und eine implizite Sequenz erlernt wurde. Implizites Lernen zeigte graduelle Leistungsverbesserungen, während explizites Lernen durch rasche Leistungszuwächse und eine stärkere Beta-Suppression über dem motorischen Kortex gekennzeichnet war. In einer zweiten Studie zeigte sich beschleunigtes implizites Lernen, wenn neue Sequenzen Übergänge mit zuvor intensiv trainierten Sequenzen teilten. Wir diskutieren, wie diese Ergebnisse neue Ansätze für ein zentrales Problem im Forschungsfeld - die Untersuchung der Entstehung expliziten Wissens während fortlaufender Übung - liefern.
Susanne Dyck (Thu,) studied this question.