Die Integration von Einwander:innen in die Aufnahmegesellschaften ist ein viel diskutiertes Thema mit erheblichen Auswirkungen auf das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, sowohl in den Herkunfts- als auch in den Aufnahmeländern. Das Potenzial von Migration für Herkunfts- und Ankunftsländer hängt jedoch von der erfolgreichen Integration der Einwander:innen und ihrer Kinder in den Arbeitsmarkt ab. Die Qualifikationsunterschied zwischen Einwander:innen und Einheimischen, einschließlich der Unterschiede in Bezug auf Qualifikationen und Grundkenntnisse, behindert oft die Integration und schränkt die Möglichkeiten der Einwander:innen ein. Anhand von Daten aus dem ersten und zweiten PIAAC-Zyklus untersucht diese Arbeit die Qualifikationsunterschied in europäischen Ländern und konzentriert sich dabei auf deren Fortbestehen, Verringerung oder Ausweitung im Zeitverlauf, sowie zwischen Einwander:innen der ersten und zweiten Generation. Insbesondere befasst sie sich mit Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen als Maßstab für die Teilhabe von Einwander:innen am sozialen und wirtschaftlichen Leben ihres Aufnahmelandes. Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Faktoren wie der eigenen Bildung oder der Bildung der Eltern und Sprachbarrieren auf die Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen sowie deren Auswirkungen auf die Kluft zwischen Migrant:innen und Einheimischen. Die Arbeit zeigt, dass eine Kluft zwischen den Kompetenzen von Einwander:innen und Einheimischen besteht, wobei Einwander:innen benachteiligt sind, was bei der ersten Generation stärker ausgeprägt ist und sich bei der zweiten Generation dem Niveau der Einheimischen annähert. Diese Trends variieren jedoch im Laufe der Zeit, je nach Bereich und Land. Diese Arbeit liefert nützliche Erkenntnisse für politische Maßnahmen, die darauf abzielen, die Ungleichheiten gegenüber Einheimischen zu verringern, und die Entwicklung in den Ziel- und Herkunftsländern zu fördern.
Maria Paola Nicoletti Altimari (Wed,) studied this question.