Die Studie zeigt exemplarisch, wie sich die Gewichtung zentraler lexikalisch‑semantischer Konzepte in Übersetzungen und in neuen Texten, die im Kontext bedeutender religiöser und kultureller Entwicklungen entstehen, verschieben kann. Der Ansatz ist lexikalisch: Die Lexeme für Glaube, Hoffnung und Liebe sowie ihre Kollokationen werden ermittelt und semantisch interpretiert. Anschließend werden die entsprechenden Lexeme und Kollokationen aus den slawischen Bibelübersetzungen in den Vitae nachgewiesen und ebenfalls semantisch gedeutet. Die Recherche erfolgt in allen Texten mithilfe elektronischer Korpora. Zur Klärung der lexikalischen und semantischen Konzepte des griechischen Neuen Testaments und der slawischen Übersetzungen werden punktuell die lateinische Vulgata, die King-James-Bibel (1769), die New-King-James-Bibel (1975) sowie die jüngste Revision der Lutherbibel (2017) herangezogen.
Holger Kuße (Wed,) studied this question.