Diese Masterarbeit untersucht die politischen Ansätze, die Japan und Südkorea zur Umstellung auf ein kohlenstoffarmes Energiesystem verfolgen. Jenseits konzeptioneller Definitionen der Energiewende konzentriert sich die Forschung auf die politischen Richtlinien und den Verwaltungsstil, die die Länder im Kontext der globalen kohlenstoffarmen Energiewende nach dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 wählen. Die Studie erhebt innerhalb einer deskriptiven Vergleichsanalyse die systematischen Differenzen nationaler Gesetzgebungen hinsichtlich der Reduktion von CO2 in beiden Ländern. Insbesondere werden vier Dimensionen beleuchtet: Politik, Umwelt, Techno-Ökonometrie und Sozialökonomie. Im Praxisteil der Arbeit werden nationale Energie-Strategien, regulatorische Rahmenbedingungen und politische Maßnahmen analysiert, die von den Regierungen Japans und Südkoreas umgesetzt wurden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass beide Länder ähnlichen strukturellen Einschränkungen gegenüberstehen, jedoch auf unterschiedliche Verwaltungsstil und Instrumentenmischung zurückgreifen, um diese zu bewältigen. Zusätzlich lässt sich sagen, dass der Beitrag zweifach ist: ein vergleichender Einblick in die politischen Ansätze zur Energiewende in zwei ostasiatischen Ländern, Japan und Südkorea, sowie ein aufschlussreicher vergleichender Rahmen zur Analyse weiterer nationaler Energiewende-Richtlinien.
Anastasiia Zagradskaia (Thu,) studied this question.