Diese Arbeit untersucht der AfD zugehörige Kommunikation auf Telegram während des Bundestagswahlkampfs 2025 als eine Form des rechtspopulistischen Verschwörungsdiskurses unter plattformspezifischen Sichtbarkeitsbedingungen. Die Studie analysiert (N = 3.476) Textbeiträge aus 50 öffentlichen Telegram-Kanälen der AfD und ihrer Politiker:innen, die zwischen dem 26. Januar und dem 9. März 2025 gesammelt wurden. Methodisch kombiniert sie eine lexikonbasierte computergestützte Inhaltsanalyse unter Verwendung des RPC-Lex (Puschmann et al., 2022) mit einer expositionsangepassten Modellierung des Engagements. Rechtspopulistische und konspirative Kommunikation wird durch kategoriespezifische und aggregierte lexikalische Intensitätswerte operationalisiert, während das Engagement als Reaktionen in Abhängigkeit von Aufrufen modelliert wird. Die Ergebnisse zeigen ein hochkonzentriertes Diskursprofil, das von Anti-Elitismus, Islam-/Einwanderungsfeindlichkeit, Verschwörungsdiskurs, Deutschem Nationalismus und misstrauischer Sprache dominiert wird. Eine höhere RPC-Lex-Gesamtintensität ist mit einem höheren Engagement pro Aufruf verbunden, während die Effekte auf Kategorieebene bei Deutschem Nationalismus, Protest, Anti-Elitismus, Enthüllung und Verschwörung am stärksten sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Telegram als Wahlkampfakteur fungiert, in dem antagonistischer und verschwörungstheoretischer Diskurs sowohl routinemäßig artikuliert als auch durch die Reaktionen des Publikums selektiv belohnt wird.
Sofia Magdalene Fey (Thu,) studied this question.
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