Zusammenfassung Das Erstarken extremistischer Tendenzen stellt die Demokratie in Deutschland vor große Herausforderungen. Sportvereine als zivilgesellschaftliche Freiwilligenorganisationen können eine bedeutende Rolle in der Prävention von Extremismus übernehmen. Der Beitrag untersucht die strukturelle Verankerung extremismuspräventiver Aktivitäten in ausgewählten Sportvereinen auf Grundlage der Organisationstheorie Niklas Luhmanns. In methodischer Hinsicht liegt der Studie ein qualitatives Forschungsdesign zugrunde, bei dem 20 Expert:inneninterviews in neun Vereinen sowie ergänzende Dokumentenanalysen durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine nachhaltige strukturelle Verankerung von Extremismusprävention vor allem im Kontext spezifischer Zeitfenster gelingt. Dabei sind extremistische Ereignisse und Bedrohungen offenbar in besonderer Weise geeignet, eine spezifische Sensibilität sowie interne Anschlussfähigkeit für das Thema zu schaffen und damit einen gewissen Handlungsdruck zu erzeugen, aus dem das extremismuspräventive Engagement resultiert.
Schleifer et al. (Mon,) studied this question.
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