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Um die visuelle Interpretation des Koronararteriogramms als Mittel zur Vorhersage der physiologischen Auswirkungen von koronaren Obstruktionen beim Menschen zu bewerten, verglichen wir Kalibermessungen des Schweregrads der koronaren Stenose mit der reaktiven hyperämischen Antwort der koronaren Flussgeschwindigkeit, die mit einer Dopplertechnik während der Operation nach 20 Sekunden koronaren arteriellen Okklusion untersucht wurde. Bei 39 Patienten (44 Gefäßen) mit isolierten, diskreten koronaren Läsionen, die hinsichtlich ihres Schweregrads von 10 bis 95 Prozent Stenose variierten, war die Messung des Stenoseprozentsatzes aus koronaren Angiogrammen nicht signifikant korreliert (r = -0,25) mit der reaktiven hyperämischen Antwort. Die Ergebnisse waren die gleichen für Obstruktionen in den linken vorderen absteigenden, diagonal verlaufenden und rechten Koronararterien. Eine Unterschätzung der Läsionsschwere trat bei 95 Prozent der Gefäße mit mehr als 60 Prozent Stenose des Durchmessers durch Angiographie auf. Sowohl Über- als auch Unterschätzungen von Läsionen mit weniger als 60 Prozent Stenose waren häufig. Diese Ergebnisse, zusammen mit der hohen Inter- und Intra-Observer-Variabilität der standardmäßigen visuellen Analyse von Angiogrammen, deuten darauf hin, dass die physiologischen Auswirkungen der Mehrheit der koronaren Obstruktionen nicht genau durch herkömmliche angiografische Ansätze bestimmt werden können. Der Bedarf an verbesserten analytischen Methoden für die physiologische Bewertung angiografisch nachgewiesener koronaren Obstruktionen ist offensichtlich.
White et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.