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Historisch gesehen haben archäologische Studien zu Mensch-Tier-Beziehungen im Wesentlichen auf Domestikation und Jagd (nach Fleisch, Kleidung oder Trophäen) fokussiert. Die Domestikation, die vor etwa 10.000 Jahren mit Arten wie Hunden, Rindern und Schafen begann, stellte einen transformativen Wandel in menschlichen Gesellschaften dar. Sie erleichterte die Entwicklung von Landwirtschaft, dauerhaften Siedlungen und komplexen sozialen Strukturen. Jagd hingegen war seit der Paläolithischen Zeit ein grundlegender Aspekt des Überlebens des Menschen und trug zur Entwicklung von Werkzeugen, sozialer Kooperation und symbolischen Praktiken bei. Während diese Aspekte entscheidend sind, repräsentieren sie nur teilweise die Breite der Mensch-Tier-Interaktionen. Jüngste archäologische und ethnografische Forschungen unterstreichen die Notwendigkeit, über diese traditionellen Grenzen hinaus zu erforschen, um die vielfältigen Rollen, die Tiere in menschlichen Gesellschaften gespielt haben, zu entdecken. Dieser Artikel untersucht die Komplexität vergangener Mensch-Tier-Interaktionen und betont, dass diese Beziehungen über Domestikation und Jagd nach Nahrung hinausgehen. Durch einen transdisziplinären Ansatz werden die medizinischen Dimensionen der Mensch-Tier-Interaktion untersucht, wobei die Stämme des Nilambur-Tals in Kerala, Indien, als Fallstudie dienen. Diese Studie nutzt zeitgenössische ethnografische Daten von Jäger-Sammler-Populationen als heuristische Werkzeuge, um Parallelen zu entdecken und archäologische Interpretationen zu informieren, während die erheblichen zeitlichen, ökologischen und kulturellen Unterschiede zwischen antiken und modernen Gruppen anerkannt werden. Das Nilambur-Tal, das durch seine reiche Biodiversität gekennzeichnet ist, beherbergt mehr als 30 Stämme, darunter die Cholanaickan, Kattunaickan, Kattupaniyan (Paniyan) und Aranadan-Stämme. Diese Gemeinschaften, die traditionell Sammler sind, zeigen komplexe und nachhaltige Praktiken in ihren Interaktionen mit Tieren. Ihre Nutzung von tierischen Nebenprodukten zu medizinischen Zwecken, wie z.B. Elefantenstoßzähnen gegen Zahnschmerzen und Pythonspeck zur Wundheilung, zeigt ein tiefes Wissen über ihre Umwelt. Darüber hinaus haben Tiere eine bedeutende spirituelle und kulturelle Bedeutung und spielen eine zentrale Rolle in Ritualen und traditionellen Praktiken. Dieser Artikel kombiniert archäologische Methoden, ethnografische Feldforschung, ökologische Studien und kulturelle Analysen, um ein umfassendes Verständnis der Mensch-Tier-Beziehungen zu bieten. Er hebt die Bedeutung hervor, archäologische Forschungen um medizinische und ökologische Dimensionen von Tieren zu erweitern. Durch die Dokumentation indigenen Wissens und die Förderung transdisziplinärer Zusammenarbeit zielt dieser Artikel darauf ab, unser Verständnis vergangener Mensch-Tier-Interaktionen zu erweitern und nachhaltige Beziehungen zur natürlichen Welt zu fördern.
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Rakesh Kumar
Graphic Era University
shalini Singh
Deccan College Post Graduate and Research Institute
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Kumar et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
synapsesocial.com/papers/68e63af7b6db6435875cd300 — DOI: https://doi.org/10.31235/osf.io/kf93q
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