Seit 2020 sind die Archäologie und das „gemeinsame Erbe“ des deutschen Kolonialismus in Afrika ein For-schungsschwerpunkt der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (KAAK) des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI). In Zusammenarbeit mit Partnern aus Ländern, die vom deutschen Kolonialismus betroffen waren, wurden mehrere Projekte entwickelt. Sie widmen sich der Erforschung, Bewahrung, Präsentation und zukunftsorientierten Nutzung des – oft schwierigen – kolonialzeitlichen (Bau-)Erbes. Eine Initiative betrifft die Stadt Pangani im Nordosten Tansanias, die als Zentrum des „Abushiri-Auf-standes“ gegen die deutsche Kolonialexpansion 1888/89 bekannt wurde und später als ein Sitz der Kolonialverwaltung in Deutsch-Ostafrika diente. Auf Initiative einer lokalen Nichtregierungsorganisation brachte das „Pangani Shared Colonial Heritage Project“ im Jahr 2023 ein breites Spektrumvon Akteuren aus der lokalen Gemeinschaft, den Bezirksbehörden, dem Nationalmuseum von Tansania, den Universitäten von Daressalaam und Cambridge sowie dem DAI zusammen. Das vom Kulturerhalt-Programm (KEP) des Auswärtigen Amts geförderte Pilotprojekt zielte darauf ab, gemeinsam Strategien für die Erforschung und Bewahrung des (baulichen) Erbes aus der Kolonialzeit in Pangani zu entwickeln, wie auch für eine Sanierung dieser Strukturen und deren Überführung in neue Nutzungsformen, die den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung dienen. Das Projekt konzentrierte sich auf die „deutsche Boma“, das ehemalige Hauptgebäude der Kolonialverwaltung, dokumentierte aber auch andere Bauwerke aus der deutschen Kolonialzeit im Stadtgebiet.
Kleinitz et al. (Tue,) studied this question.
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