Zusammenfassung Die Erbschaftsteuer ist in der Diskussion wie seit Jahren nicht. Das aktuelle Recht wird von unterschiedlicher Seite als ungerecht oder zu kompliziert empfunden. Nach drei wegweisenden Entscheidungen des BVerfG in den Jahren 1995, 2006 und 2014 sind derzeit wieder zwei weitere Verfahren mit systematisch bedeutsamen Fragen beim BVerfG anhängig: eine Verfassungsbeschwerde zur Ungleichbehandlung von Privatvermögen und Betriebsvermögen bei Schenkungen und Erbschaften (1 BvR 804/ 22) sowie ein Normenkontrollverfahren des Freistaats Bayern u.a. zu Zuständigkeitsfragen und der Höhe der in den letzten 17 Jahren gleich gebliebenen persönlichen Freibeträge (1 BvF 1/ 23). Die Berliner Steuergespräche nahmen dies am 2.3.2026 im Rahmen des 99. Berliner Steuergesprächs zum Anlass, sich wieder einmal einem der kontroversesten Themen des deutschen Steuerrechts zu widmen: Konzepte bei einer möglichen Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Am 1.6.2026 folgt nun mit dem 100. Berliner Steuergespräch unter dem Thema „Steuervereinfachung als Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit“ ein Jubiläum. Dies ist Anlass genug, nicht nur einen Blick auf eine möglicherweise bevorstehende Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer zu werfen, sondern auch zurückzublicken. Über die letzten 30 Jahre, beginnend mit dem BVerfG-Urteil von 1995, sorgte die Erbschaftsteuer immer wieder für Konflikte zwischen Verfassungsrecht und Politik. Die Berliner Steuergespräche haben sich diesem Thema über die Jahre immer wieder gewidmet. Das bewährte Format - ein Thema, in der Regel zwei Impulsvorträge und regelmäßig eine lebhafte Diskussion auf dem Podium und mit Teilnehmern unterschiedlichster Perspektiven - bot dabei stets den Rahmen für einen ertragreichen Austausch.
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Achim Dannecker
FinanzRundschau
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Achim Dannecker (Fri,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/6a04147679e20c90b4444645 — DOI: https://doi.org/10.9785/fr-2026-1081007