Elternschaft stellt einen sehr anspruchsvollen Lebensübergang dar, doch ein Zusammenhang mit elterlichem Wohlbefinden bleibt empirisch unklar. Auf Grundlage von Forschungsarbeiten zu impliziten Theorien über Willenskraft (ITW) untersucht diese Studie, ob die Überzeugungen der Eltern über Willenskraft als begrenzte oder unbegrenzte Ressource dazu beitragen, individuelle Unterschiede im Wohlbefinden zu erklären, und ob die Dauer der Elternschaft diese Überzeugungen beeinflusst. Es wurden Querschnittsdaten aus einer deutschsprachigen Stichprobe von 313 Eltern aus Österreich und der Schweiz erhoben. Lineare Regressions- und Moderationsanalysen wurden durchgeführt, um Zusammenhänge zwischen IZW, Wohlbefinden und elternschaftsbezogenen Variablen (Anzahl der Kinder, Alter des jüngsten Kindes, Alter des ältesten Kindes und Betreuungsanteil) zu testen. Die Ergebnisse zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen Eltern, die eine unbegrenzte Theorie der Willenskraftbefürworten, und einem höheren Wohlbefinden. Entgegen den Erwartungen verstärkten Indikatoren des elterlichen Betreuungsaufwandes diesen Zusammenhang nicht; stattdessen deuteten einige Wechselwirkungen darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen ITW und Wohlbefinden mit abnehmendem Betreuungsaufwand zunahm. Es wurden keine Hinweise darauf gefunden, dass längere Erfahrung als Elternteil eine stärkere Überzeugung von unbegrenzter Willenskraft vorhersagt. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse ITW als interessantes psychologisches Korrelat des elterlichen Wohlbefindens und stellen gleichzeitig Annahmen über Anforderungen und Anpassungseffekte in der Elternschaft in Frage.
Emma Marie Pfundstein (Thu,) studied this question.
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