Zusammenfassung Unterrichtsplanung gilt als eine zentrale und zugleich hoch komplexe Aufgabe von Lehrer*innen, die zwischen allgemein- und fachdidaktischen Anforderungen verortet ist. Im Beitrag werden zwei exemplarische Aspekte der Unterrichtsplanung analysiert: (1) die Auswahl und Begründung des Lerngegenstands sowie (2) dessen Analyse und didaktische Strukturierung. Diese Aspekte werden sowohl aus der Perspektive der Allgemeinen Didaktik als auch im Vergleich von vier Fachdidaktiken (Mathematik, Haushaltsökonomie/Ernährung, Chemie, evangelische Religion) betrachtet, um im Sinne der Allgemeinen Fachdidaktik Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bestimmung und Aufbereitung von Lerngegenständen herauszuarbeiten. Die Ergebnisse zeigen, dass fachdidaktische Modelle zwar unterschiedliche Strukturierungsansätze zu erkennen geben, jedoch einem vergleichbaren Grundprinzip folgen: der wechselseitigen Bezugnahme zwischen fachwissenschaftlichen Strukturen und der Perspektive der Lernenden. Ergänzend wird die Rolle von Künstlicher Intelligenz in Planungsprozessen diskutiert. Aktuelle Befunde verweisen auf Potenziale insbesondere für die erste Annäherung an Lerngegenstände, zeigen jedoch zugleich Grenzen in der sachlich fundierten und didaktisch konsistenten Aufbereitung. Der Beitrag leitet daraus Forschungs- und Entwicklungsbedarfe ab und plädiert für einen vertieften fachübergreifenden Diskurs zur systematischen Bestimmung und Strukturierung von Lerngegenständen.
Hofer et al. (Tue,) studied this question.