In diesem Beitrag werden 25 neue, bisher unveröffentlichte Grabinschriften aus der römischen Kaiserzeit vorgestellt, die in der epigraphischen Sammlung des Museums von Afyon aufbewahrt werden. Die Untersuchung dieser Denkmäler basiert vorwiegend auf den Inventarbüchern des Museums und detaillierten fotografischen Dokumentationen. Geografisch stammen acht dieser Inschriften aus der antiken Stadt Apameia (Dinar), jeweils eine aus Akmoneia, Prymnessos und Dokimeion sowie drei weitere aus den umliegenden Regionen von Afyon und Kütahya bei zehn Objekten bleibt der genaue Fundort unbekannt. Typologisch umfasst das Material mehrheitlich steinerne Grabstelen, darunter charakteristische phrygische Grabstelen in Türform, sowie Altäre, Rundostotheken und einen schlichten Kalksteinsarkophag. Während der Großteil der Inschriften in griechischer Prosa verfasst ist, zeichnen sich zwei Denkmäler durch metrische Epigramme aus. Ein besonderes linguistisches Highlight bietet zudem eine Grabinschrift, die am Ende ihres griechischen Textes das Fragment einer neuphrygischen Fluchformel bewahrt hat. Die in den Texten belegten Anthroponyme spiegeln die für das antike Phrygien typische Namengebung wider. Darüber hinaus liefert die epigraphische Analyse wichtige kulturhistorische Einblicke, wie das Vorkommen der sogenannten Eumeneischen Formel zeigt, die wertvolle Hinweise auf die Präsenz und Identität religiöser Minderheiten, insbesondere von frühen christlichen Gemeinden in der Region, liefert. Insgesamt bereichert das neu edierte Material das epigraphische Korpus Phrygiens und trägt zur Rekonstruktion der lokalen Demografie, der Bestattungskultur, der Onomastik und der religiösen Transformationen in der kaiserzeitlichen kleinasiatischen Gesellschaft bei.
Uzunoğlu et al. (Tue,) studied this question.
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