Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Aufgaben Lehrkräften im institutionellen Unterricht zukommen und an welchen Leitlinien sie sich orientieren sollten, um Lernprozesse wirksam zu unterstützen und den Nutzen des Unterrichts für die Lernenden zu erhöhen. Ziel des Beitrags ist es, eine Reihe interdisziplinärer Sonderaufgaben beziehungsweise professioneller Handlungsorientierungen aufzuzeigen, denen in den einschlägigen Forschungsfeldern bislang vergleichsweise wenig explizite Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Obwohl diese Aspekte in unterschiedlichen Bezugswissenschaften sowie benachbarten Disziplinen der Didaktik, Pädagogik und Psychopädagogik verankert sind, besitzen sie ein erhebliches Potenzial für die Gestaltung erfolgreicher Lehr- und Lernprozesse. Ausgehend von einer interdisziplinären Perspektive werden zentrale Handlungsfelder professionellen Lehrerhandelns dargestellt. Dazu gehören die Entwicklung einer reflektierten Unterrichtsphilosophie, die Bewusstmachung der eigenen Lehrintention, die bedarfsorientierte Gestaltung von Lernprozessen, die Förderung von Wissens- und Könnensstrukturen sowie die Formulierung transparenter Lernziele nach dem SMART-Prinzip. Diese Aufgabenbereiche lassen sich bildungspädagogischen, psychopädagogischen, didaktisch-methodischen, erzieherischen sowie persönlichkeitsbezogenen Kompetenzfeldern zuordnen. Ihre bewusste Berücksichtigung kann dazu beitragen, Unterricht zielgerichteter, lernwirksamer und nachhaltiger zu gestalten.
Jonathan OKOE (Sat,) studied this question.