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March 6, 2026Forschungsjournal Soziale Bewegungen0 citationsOpen Access

Vom Pluralismus zur Perspektivlosigkeit?

RSRichard Schmidt

Key Points

  • This article examines the development of civil society in Tajikistan from the late Soviet era to the present, focusing on key transformations.
  • Historical analysis of civil society evolution from the late 1980s onwards
  • Investigation of the impact of international funding and legal frameworks
  • Case study of the Autonomous Region of Gorno-Badakhshan
  • Civil society initially flourished post-conflict due to international support and favorable laws
  • From the late 2000s, civil society faced restrictions due to increasing authoritarian control
  • The ongoing suppression of the Pamiri minority since 2021 illustrates a shift towards transnational activist networks.

Abstract

Zusammenfassung Der Artikel untersucht die Entwicklung der Zivilgesellschaft in Tadschikistan von der späten Sowjetzeit bis in die Gegenwart. Er zeigt, wie eine Phase intensiver gesellschaftlicher Mobilisierung Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre durch den Bürgerkrieg beendet wurde und sich die Zivilgesellschaft nach dem Krieg vor allem in Form von Nichtregierungsorganisationen neu konstituierte. In den ersten Jahren nach dem Konflikt führten finanzielle Zuwendungen von internationaler Seite und günstige rechtliche Rahmenbedingungen zu einer zeitweisen gesellschaftlichen Pluralisierung, die jedoch seit den späten 2000er Jahren durch die autoritäre Machtkonsolidierung des herrschenden Regimes und die Ausweitung der staatlichen Kontrolle über die Zivilgesellschaft zum Erliegen kam. Anhand der Entwicklungen im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan seit der Unabhängigkeit wird die besondere Bedeutung von transnationalen Organisationen und informellen Netzwerken für die Zivilgesellschaft Tadschikistans deutlich. Die anhaltende Unterdrückung der pamirischen Minderheit seit 2021 kennzeichnet die weitgehende Zurückdrängung derjenigen zivilgesellschaftlichen Strukturen, die sich nicht allein auf den sozialen Sektor beschränken, und markiert die Verlagerung zivilgesellschaftlichen Engagements in den transnationalen und exilpolitischen Raum einer aktivistischen Diaspora.

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Cite This Study

Richard Schmidt (2026) studied this question.

synapsesocial.com/papers/69aa7066531e4c4a9ff5a28fhttps://doi.org/10.1515/fjsb-2026-0007
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