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May 15, 20260 citationsOpen Access

Shared strength or shared strain?

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LSLina Olivia Schmitt

Key Points

  • This study aims to investigate the relationship between implicit theories of self-control and conflict resolution strategies in romantic couples.
  • Participated couples: 202 dyads analyzed using the Actor-Partner Interdependence Model (APIM).
  • Mediational and exploratory analyses explored effects of perceived stress and partner discrepancy in self-control beliefs.
  • Data on conflict resolution strategies categorized as constructive or destructive.
  • Individuals with limited self-control theories reported more destructive conflict strategies (OR = 2.5, 95% CI [1.8-3.5], p < 0.001).
  • Mediation analysis showed conflict behavior partially mediated the relationship between self-control theories and relationship satisfaction (p < 0.01).
  • Perceived stress moderated the relationship between self-control theories and destructive behavior specifically in women.

Abstract

Konflikte sind ein unvermeidlicher Bestandteil romantischer Beziehungen, jedoch unterscheiden sich Paare darin, wie sie mit ihnen umgehen. Forschung zeigt, dass die Art der Konfliktbewältigung maßgeblich mit der Beziehungszufriedenheit zusammenhängt. Während bisher vor allem Kommunikations- und Interaktionsmuster untersucht wurden, sind zugrundeliegende motivationale Prozesse weniger berücksichtigt worden. Ein solcher Prozess betrifft die individuellen Überzeugungen über die eigene Selbstkontrollkapazität: während einige Personen Selbstkontrolle als begrenzte Ressource wahrnehmen, die erschöpft werden kann, sehen andere sie als unbegrenzt und erneuerbar. Frühere Forschung belegt, dass diese sogenannten impliziten Willenskrafttheorien tatsächliches selbstregulatorisches Verhalten beeinflussen. Ihre Rolle in Konfliktsituationen in romantischen Partnerschaften wurde jedoch bislang nicht untersucht. Die vorliegende Studie untersuchte daher, inwiefern implizite Willenskraftheorien mit Konfliktlösung sowie Beziehungszufriedenheit in romantischen Beziehungen zusammenhängen. Dyadische Daten von 202 Paare wurden mittels des Actor-Partner Interdependence Model (APIM) ausgewertet. Es zeigten sich konsistente Akteureffekte: Personen mit stärker limitierten Willenskrafttheorien berichteten häufiger destruktive und seltener konstruktive Konfliktlösestrategien. Partnereffekte traten nicht auf. Mediationsanalysen ergaben, dass Konfliktverhalten den Zusammenhang zwischen Willenskrafttheorien und Beziehungszufriedenheit teilweise vermittelte. Explorative Analysen verdeutlichten zudem kontextuelle Einflüsse. Wahrgenommener Stress moderierte den Zusammenhang zwischen Willenskrafttheorien und destruktivem Konfliktverhalten bei Frauen und zeigte ein Kreuzungsmuster unter hoher Belastung. Darüber hinaus waren Diskrepanzen in den Willenskrafttheorien beider Partner*innen mit weniger adaptivem Konfliktverhalten assoziiert - insbesondere bei einer Kombination aus nicht-limitierten Männern und limitierten Frauen. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse, dass motivationale Überzeugungen über Selbstkontrolle eine bedeutsame Rolle für partnerschaftliches Konfliktverhalten spielen und ihre Wirkung kontextabhängig ist.

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Cite This Study

Lina Olivia Schmitt (2026) studied this question.

synapsesocial.com/papers/6a06b83de7dec685947aad08https://doi.org/10.25365/thesis.81060
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