Die zeitgenössische internationale rechtliche Regelung der Beziehungen zwischen Staaten und ethnischen Gemeinschaften, die auf ihren Territorien leben, zeichnet sich durch eine verstärkte Aufmerksamkeit der staatlichen Behörden für diese Gemeinschaften und die Entwicklung von Paternalismus aus. Die Welt hat erkannt, dass die raubtierhafte Expansion besser entwickelter Völker in neue Territorien negative Auswirkungen auf die einzigartige ethnische Vielfalt solcher Regionen hatte und dass indigene Völker mit besonderen Merkmalen, ihre Minderheitensprachen, Traditionen und Kulturen begonnen haben, unwiderruflich zu verschwinden. Dieses Bewusstsein führte zur Organisation des Internationalen Jahrzehnts der indigenen Sprachen von 2022 bis 2032 unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Die Russische Föderation ist Partei einer Reihe internationaler Rechtsinstrumente und erfüllt ihre Verpflichtungen aus den entsprechenden ratifizierten Instrumenten. Es werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die sprachliche und bildungspolitische Gesetzgebung für die kleinen indigenen Minderheiten des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens zu verbessern. Gleichzeitig ist Russland nicht Partei der zentralen internationalen Rechtsakte, die eine einheitliche ideologische Grundlage für die Regelung der angesprochenen Beziehungen schaffen, zudem hat es die Teilnahme an einigen internationalen Rechtsdokumenten vollständig eingestellt. Der Artikel untersucht die Grundlagen der rechtlichen und ideologischen Haltung gegenüber ethnischen Minderheitengemeinschaften weltweit und speziell in der Russischen Föderation und widmet besondere Aufmerksamkeit den Lücken in der gesetzlichen Regelung, die unter anderem durch die fragmentierte Teilnahme unseres Landes am Mechanismus der internationalen rechtlichen Regelung der Beziehungen ethnischer Gemeinschaften verursacht wird, was ein negatives Potenzial hat.
Bondarenko et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.