Dieser Artikel stellt eine innovative, erfahrungszentrierte Theorie des Geistes vor, die das gemeinsame Aufkommen von Bewusstsein und Sprache beleuchtet. Unser Modell geht über fragmentierte, mechanistische Erklärungen hinaus und postuliert den Prognostischen Geist (Prognostica Mens) als universelles Funktionsprinzip, das kontinuierlich Vorhersagen generiert und überprüft. Entscheidend ist, dass die Bildung dieser Vorhersagen und das Wissen selbst von der Kognitiven Morphogenese gesteuert wird, einem grundlegenden Prozess, der beschreibt, wie Verständnis auf allen kognitiven Ebenen durch das dynamische Zusammenspiel von zwei allgegenwärtigen Kardinalprinzipien erzeugt und organisiert wird: dem Ganzheitlichen Selbst (GS) und dem Quanten-Selbst (QS). Das GS ist verantwortlich für die Synthese einheitlicher Formen und Identitäten, die entscheidend für ein kohärentes bewusstes Erleben sind, während das QS die Differenzierung von Figuren und ihren komplexen Beziehungen verwaltet, die grundlegend für strukturiertes Denken und linguistische Analyse sind. Diese Prinzipien bilden drei entwickelte Funktionssphären: das "Ich Handle" (wahrnehmungs-motorische Vorhersagen), das "Ich Sozialisier" (sozial-emotionale Vorhersagen) und das "Ich Denke" (abstrakte kognitive und symbolische Vorhersagen). Das "Ich Denke," das einzigartig für Menschen ist, ist der Ort, an dem der operative Modus des prognostischen Geistes vollständig in abstraktes Denken, Selbstreflexion und die anspruchsvolle Generierung und Verarbeitung von Sprache und Bewusstsein artikuliert. In diesem kontinuierlichen Zyklus sind Wahrnehmung und Handlung intrinsische Ziele der Antizipations-/Überprüfungsmethode, wobei die Wahrnehmung kognitive Antizipationen bestätigt und die Ausführung Handlungen ausführt, um intentionale zu überprüfen. Wir veranschaulichen, wie dieses Konzept von grundlegenden neurophysiologischen Mechanismen, wie gamma Motoneuronen (γ-MNs) und Muskelspindeln in verkörperter Aufmerksamkeit, bis hin zu höheren kognitiven Prozessen wie Sprache angewendet wird, unterstützt durch überzeugende neurophysiologische Evidenz aus ereignisbezogenen Potenzialen (ERPs) in der semantischen und syntaktischen Verarbeitung. Die hohe Verallgemeinerungskapazität des Modells bietet eine kohärente Linse zur Interpretation komplexer Phänomene, einschließlich der Bildung grammatikalischer Kategorien und des Spracherwerbs, und legt den Grundstein für zukünftige eingehende Erkundungen seiner neurophysiologischen Grundlagen.
Leonardi Salvatore (Mon,) untersuchte diese Frage.