Hintergrund und Ziele: Viszerale arterielle Pseudoaneurysmen (VAPAs) sind seltene vaskuläre Läsionen, die durch die partielle Zerstörung der Arterienwand gekennzeichnet sind, wobei am häufigsten die Intima und die Media betroffen sind. Die geschätzte Inzidenz beträgt 0,1-0,2%, wobei die Milzarterie am häufigsten betroffen ist. Ihr Management stellt aufgrund des hohen Rupturrisikos einzigartige Herausforderungen dar. Eine rechtzeitige Erkennung ist entscheidend, da unbehandelte Pseudoaneurysmen eine Mortalitätsrate von 90% aufweisen. Diese narrative Übersicht zielt darauf ab, das aktuelle Wissen über Epidemiologie, Ätiologie, klinische Präsentation, diagnostische Methoden und Managementstrategien für VAPAs zusammenzufassen. Materialien und Methoden: Eine Literaturrecherche wurde in Pubmed durchgeführt, um Artikel über VAPAs zu finden, einschließlich Fallberichte, Übersichtsartikel und Kohortenstudien, wobei Manuskripte, die bis zu (Date) aktuell waren, einbezogen wurden. VAPAs werden nach embryologischem Ursprung in Vorderdarm, Mitteldarm und Hinterdarm gruppiert. Ergebnisse: Chronische Pankreatitis ist eine Hauptursache für VAPAs, wobei die Milzarterie in 60-65% der Fälle betroffen ist. Weitere Ursachen sind akute Pankreatitis sowie iatrogene Traumata durch Operationen, Traumata, Infektionen, Drogenkonsum und Gefäßerkrankungen. VAPAs präsentieren sich oft mit Bauchschmerzen bei Ruptur, begleitet von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und gastrointestinalen Blutungen. Unruptierte Pseudoaneurysmen können als pulsierende Massen oder Strömungsgeräusche auftreten, sind jedoch häufig asymptomatisch und werden zufällig entdeckt. Die Diagnostik stützt sich sowohl auf nicht-invasive bildgebende Verfahren wie CT-Angiographie und Doppler-Ultraschall als auch auf invasive Methoden wie digitale Subtraktionsangiographie, die weiterhin den Goldstandard für eine detaillierte Bewertung und Behandlung darstellt. Es gibt eine Vielzahl von Managementoptionen, die an individuelle Fälle angepasst sind, basierend auf den Merkmalen des Aneurysmas und patientenspezifischen Faktoren. Dies umfasst sowohl chirurgische als auch endovasale Ansätze, mit einer wachsenden Präferenz für minimalinvasive Techniken aufgrund der geringeren damit verbundenen Morbidität. Schlussfolgerungen: VAPAs sind ein kritischer Zustand, der eine sofortige Früherkennung und Intervention erfordert. Diese Übersicht hebt die Notwendigkeit fortlaufender Forschung hervor, um die diagnostische Genauigkeit zu verbessern und Behandlungsprotokolle zu verfeinern, um die Ergebnisse für die Patienten in diesem herausfordernden Bereich der Gefäßchirurgie zu verbessern.
Sule et al. (Mon.) haben diese Frage untersucht.