Mikroglia sind die residenten Immunzellen des Gehirns. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde gezeigt, dass sie eine entscheidende Rolle im gesamten Lebensverlauf spielen. Mikroglia werden jetzt als wichtig für die Gehirnformation, Reifung, Aktivität und Plastizität angesehen, mit Auswirkungen auf Verhalten und andere kognitive Bereiche. Mit diesem Wissen stellen Mikroglia ein vielversprechendes therapeutisches Ziel dar, um die Gehirngesundheit im Alterungsprozess zu fördern. Neue Beweise deuten auch darauf hin, dass modifizierbare Lebensstilfaktoren für die kognitive Alterung das Gehirn und das Verhalten beeinflussen können, indem sie auf Mikroglia wirken. Die bisher identifizierten Mechanismen betreffen ihre Rollen in der synaptischen Plastizität, der axonalen Myelinisierung und der adulten Neurogenese, die durch die Modulation von Gehirnentzündungen ('Neuroinflammation'), die Freisetzung trophischer Faktoren und die Phagozytose ausgeübt werden. In diesem Mini-Review werden wir die Ergebnisse von Bewegung, Ernährung und sozialer Isolation auf die Funktionen von Mikroglia im Alterungsprozess behandeln. Geschlechtsunterschiede in den identifizierten Ergebnissen zur kognitiven Alterung und den zugrunde liegenden Mechanismen werden hervorgehoben. Unser Ziel mit diesem Mini-Review ist es, weitere Forschungen zu diesem wichtigen Thema anzuregen.
Coleborn et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.