Hintergrund: Die Zusammenhänge zwischen optimalen Werten des lipoproteinbedingten Cholesterins (LDL-C) und Veränderungen des koronaren Blutflusses und der Plaque-Eigenschaften sind unklar. Daher untersuchen wir die Auswirkungen der LDL-C-senkenden Therapie auf lipidreiche koronare Plaques und den Fluss mithilfe von Nahinfrarotspektroskopie-intravaskulärem Ultraschall (NIRS-IVUS) und quantitativem Flussverhältnis (QFR) in nicht-ursächlichen Gefäßen von Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS). Methoden: Wir untersuchten prospektiv 70 Patienten mit ACS, die NIRS-IVUS zur Beurteilung intermediärer Stenosen in nicht-ursächlichen Gefäßen zu Beginn und bei Nachuntersuchung durchliefen. Entsprechend den LDL-C-Werten der Patienten bei Nachuntersuchung wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt: VL-Gruppe (LDL-C-Werte 4mm) unterzogen. Der koronare Fluss wurde mittels QFR beurteilt. Die Unterschiede (Δ) zwischen jedem Wert bei Nachuntersuchung und zu Beginn wurden bestimmt. Ergebnisse: Der mediane LDL-C-Wert bei Nachuntersuchung betrug 48 (42–53) mg/dl in der VL-Gruppe und 64 (60–68) mg/dl in der L-Gruppe. Es bestand eine starke Korrelation zwischen der Reduktion des maxLCBI4mm und der Verbesserung des QFR (R2 = 0.58). Der Anteil der Plaques mit einem maxLCBI4mm ≥ 400 (P = 0.002) und dem Läsionen-LCBI (P = 0.03) war bei der Nachuntersuchung in der VL-Gruppe niedriger als in der L-Gruppe (P = 0.002). Plaques mit einem maxLCBI4mm ≥ 400 zu Beginn wechselten häufiger zu einem maxLCBI4mm < 400 bei Nachuntersuchung in der VL-Gruppe als in der L-Gruppe (P < 0.05). Schlussfolgerung: Eine aggressive LDL-C-senkende Therapie bei nicht-ursächlicher intermediärer Stenose bei ACS scheint die Plaquestabilisierung zu fördern und den koronaren Fluss zu verbessern.
Kakehi et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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