Das Papier untersucht das negative soziale Phänomen der illegalen Migration im Kontext des öffentlichen Rechts, nicht nur als Bedrohung für die nationale Sicherheit, sondern auch als Bedrohung für die nationale Identität der russischen Gesellschaft. Angesichts der komplexen Natur der Migration hat die Effektivität des Staates, seiner Politiken und der rechtlichen Regelung der Migrationsbeziehungen, insbesondere in Bezug auf die Bekämpfung illegaler Migration, eine erhebliche Bedeutung. Die Studie verdeutlicht die Herausforderungen und Risiken, die mit illegaler Migration einhergehen, sowie die direkten und negativen Folgen illegaler Migration für verschiedene Lebensbereiche und die Interessen der russischen Gesellschaft und des Staates. Der Autor bewertet die Effektivität der in der Praxis umgesetzten und von Forschern vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Migration. Die Analyse schließt mit einer Bewertung zusätzlicher potenzieller Maßnahmen, einschließlich Abschiebung, administrativer Ausweisung und Rückübernahme. Angesichts des Ausmaßes und der Dringlichkeit des Themas rechtfertigt der Autor die Notwendigkeit der Annahme eines umfassenden Systems von Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Migration, bei dem der russische Staat es nicht nur mit Migranten, sondern mit einem globalen Netzwerk von kriminellen Organisationen konfrontiert, die über erhebliche finanzielle Ressourcen verfügen und innerhalb Russlands erheblichen Schutz genießen, sowie mit ausländischen Akteuren, die darauf abzielen, Russland zu schwächen, zu destabilisieren und zu zerschlagen. Das Papier schlägt nicht nur Gegenmaßnahmen vor, sondern auch eine Überprüfung des Ansatzes zur Migration im Hinblick auf die negativen Erfahrungen, die mit den Migrationspolitiken der Europäischen Union verbunden sind. Insbesondere kann Migration nicht als Lösung für die demografische Krise dienen, da die Risiken die potenziellen Vorteile überwiegen. Die Bewältigung demografischer Herausforderungen darf nicht zu Veränderungen in der nationalen Identität Russlands führen; im Gegenteil, die etablierte nationale Identität der multiethnischen russischen Nation muss als ein Objekt staatlichen Schutzes angesehen werden, mindestens in gleichem Maße wie die nationale Sicherheit.
Andrey Chertkov (Fri,) hat diese Frage untersucht.