Die Polizeiarbeit beinhaltet eine große Verantwortung, die Bürger vor Verbrechen zu schützen, und das Arbeiten unter stressigen Bedingungen wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Diese Querschnittsstudie hatte zum Ziel, das Gesundheitsprofil und den Stress von Polizeibeamten auf den Andamanen und Nikobaren (ANI) in Indien zu bewerten. Insgesamt wurden 2144 Polizeibeamte, die mindestens 6 Monate in ANI arbeiteten, in diese Querschnittsstudie einbezogen. Der Police Stress Questionnaire (PSQ) wurde verwendet, um operationalen und organisatorischen Stress zu bewerten. SPSS Version 24 wurde für die Analyse verwendet. Chi-Quadrat-, Fisher-exakte- und ANOVA-Tests wurden zur weiteren Analyse der Daten eingesetzt. Unter den Teilnehmern hatten 17,8 % Diabetes, 47,3 % hatten Hypertonie, 61,2 % waren übergewichtig/fettleibig, 42,7 % hatten Hämoglobinwerte <12,5 g/dL und 38,9 % hatten eine Vorgeschichte von einem oder mehreren Substanzmissbrauch. Fast zwei Drittel hatten moderaten Stress aus operativen und organisatorischen Gründen, während ein Drittel hohen Stress hatte. Eine positive Familiengeschichte, ein höherer Dienstgrad der Beamten und ein höheres Alter waren mit diesen Erkrankungen assoziiert. Ein niedrigeres Alter, männliches Geschlecht, verlängerte Dienstzeiten, keine monatlichen Urlaubstage und ein Mangel an körperlicher Aktivität oder Meditation waren signifikant mit erhöhtem Stress assoziiert. Eine längere Dienstzeit und ein höherer Rang waren jeweils mit erhöhtem operationalen und organisatorischen Stress assoziiert. Polizeibeamte, die in ANI arbeiten, haben mehr psychischen Stress und Lebensstilkrankheiten als die allgemeine Bevölkerung und benötigen gezielte Maßnahmen für bessere gesundheitliche Ergebnisse.
Yadav et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.