Dieser Artikel stellt eine vorläufige Studie dar, die die organischen Schadstoffe evaluiert, die aus „frischem“ Plastikmüll, d.h. kürzlich angespülten Objekten, an drei Stränden in Cadiz (SW Spanien): Bajo de Guia, La Jara und La Puntilla, desorbiert wurden. Abfälle vom Strand wurden gesammelt und im Labor nach ihrer Zusammensetzung und Verwendung klassifiziert. Sickerwasser wurde durch stir bar sorptive extraction (SBSE) gewonnen und mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC–MS) analysiert. Fünfundfünfzig zielgerichtete organische Verbindungen – einschließlich polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAHs), Pestizide, Duftstoffe, Insektenschutzmittel und UV-Filter – wurden quantifiziert. Kunststoffe machten sowohl zahlenmäßig als auch gewichtsmäßig den größten Teil des Mülls aus. Zigarettenstummel und Tücher waren ebenfalls häufig und dienten als Schlüsselquellen für auswaschbare PAHs. In Bezug auf die Hauptschadstoffe, die in Plastikfolien, harten Kunststoffen und Tüchern gefunden wurden, dominierten Duftstoffe wie OTNE1 (1-Tetramethyl Acetyloctahydronaphthalen), OTNE2 (2-Tetramethyl Acetyloctahydronaphthalen), DEET (N,N-Diethyl-Meta-Toluamid), Galaxolid und Tonalid, mit Konzentrationen, die in einigen Fällen 100 ng/g überschritten. DEET war das am häufigsten nachgewiesene Insektenschutzmittel. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Strandmüll, insbesondere Kunststoffabfällen, als Vektor für persistente und aufkommende organische Schadstoffe, und heben den dringenden Bedarf an verbesserten Abfallbewirtschaftungs- und Überwachungspraktiken hervor, um ökologische Risiken im Zusammenhang mit Kunststoffverschmutzung zu mindern.
Traverso-Soto et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.