Globale Herausforderungen erfordern von Unternehmen, dass sie ihre Lieferkettenprozesse gut steuern können. Der Beschaffungsprozess ist ein wichtiger Teil der Lieferkette, da er die Gesamtkosten senken kann. Beschaffungsstrategien konzentrieren sich nicht nur auf die Senkung der Materialpreise, sondern auch auf die Kontrolle der Versorgungsrisiken. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und eine stabile Materialversorgung zu gewährleisten, bezieht PT. X Materialien lokal oder importiert sie aus dem Ausland. Diese Bedingung führt zu einem hohen Risiko in der Beschaffung. Bei PT. X wurde keine Risikoanalyse für die Beschaffung lokaler oder importierter Materialien durchgeführt. Es bedarf Forschungsarbeiten, um Risiken zu kartieren und zu mindern. Eine beliebte Methode zur Risikoidentifizierung und -minderung ist das House of Risk (HOR). Viele Studien wurden zur HOR-Methode durchgeführt, aber es wurde kein Vergleich zwischen ihrer Anwendung in der Beschaffung lokaler und importierter Materialien angestellt. Der Beschaffungsprozess wird anhand seiner Unterprozesse mithilfe der SCOR-Methode (Supply Chain Operation Reference) identifiziert. HOR Phase 1 ergibt 25 Risikoereignisse und Risikofaktoren für sowohl lokale als auch importierte Materialien. In HOR Phase 2 wird das Aggregierte Risikopotenzial (ARP) berechnet und nach dem höchsten bis zum niedrigsten Wert eingestuft. Importierte Materialien haben tendenziell einen hohen ARP-Wert, was bedeutet, dass sie ein höheres Risiko darstellen als lokale Materialien. Mit dem Pareto-Prinzip werden 5 Risikofaktoren mit oberster Priorität gewonnen, die gemindert werden müssen. HOR Phase 2 liefert 10 präventive Maßnahmen (PA), die zur Minderung von Risiken eingesetzt werden können. In HOR Phase 2 werden Berechnungen durchgeführt, um das Verhältnis von Effektivität zu Schwierigkeit (ETD) zu erhalten und nach dem höchsten bis zum niedrigsten Wert einzuordnen. Importierte Materialien haben tendenziell einen hohen ETD-Wert, was bedeutet, dass sie eine hohe Priorität haben. Aus den Risiken lokaler und importierter Materialien wird die Risikominderung mittels präventiver Maßnahmen auf Risikofaktoren mit den höchsten bis niedrigsten ETD-Werten priorisiert.
Kurniawan et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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