Die Integration von photovoltaischen (PV) Systemen mit grünen Dächern stellt einen synergistischen Ansatz zur städtischen Nachhaltigkeit dar. Viele bestehende Flachdach-PV-Installationen, die häufig ost-westlich ausgerichtet und begrenzt hoch sind, stellen Herausforderungen für die Integration von grünen Dächern dar und sind daher unzureichend untersucht. Diese Studie behandelt dieses Problem, indem sie die mikroklimatischen Effekte der Nachrüstung eines extensiven Gründachs unter einem solchen bestehenden PV-Array untersucht. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden kontinuierliche Messungen der Lufttemperatur unter den Paneelen, der relativen Luftfeuchtigkeit und der Modultemperatur durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Gründach die durchschnittlichen Mittagstemperaturen der Luft unter den Paneelen um 1,7–2,2 °C senkte, mit Spitzenreduktionen von bis zu 8 °C im Sommer, während die nächtlichen Temperaturen über dem Gründach höher waren. Die relative Luftfeuchtigkeit erhöhte sich um bis zu 8,1 Prozentpunkte und die Modultemperaturen unter dem Gründach sanken um 0,4–1,5 °C, jedoch mit größerer Variabilität. Simulationen der computergestützten Strömungsmechanik bestätigten, dass die evaporative Kühlung räumlich unter den Paneelen eingegrenzt war und hoben den Einfluss struktureller Merkmale auf den Luftstrom und die konvektive Kühlung hervor. Trotz der begrenzten Vegetation unter den Paneelen hielt das Gründach die Feuchtigkeit länger als das Kiesdach, was zu besonders starken Kühleffekten in den Tagen nach Regenfällen führte. Die Studie hebt das Nachrüstpotenzial zur Verbesserung des Klimas auf Dächern hervor und zeigt wichtige Designempfehlungen für eine verbesserte Systemleistung auf.
Möslinger et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.