Der Zugang der Landwirte zu nachhaltiger Finanzierung bleibt ein hartnäckiges strukturelles Hindernis für die Entwicklung der Agrarwirtschaft in vielen Entwicklungsländern. In Indonesien stimmen konventionelle Kreditmodelle oft nicht mit der saisonalen Natur und dem Risikoprofil der Landwirtschaft überein, was die Produktivität und finanzielle Inklusion unter Kleinbauern einschränkt. Diese Studie zielt darauf ab, innovative Finanzierungsmodelle zu bewerten, die den Zugang zu Krediten und nachhaltigen Investitionen in drei agrarischen Regionen verbessern können: Kulon Progo, Jember und Tanah Datar. Mit einem qualitativen Multi-Fall-Studienansatz untersucht die Forschung das Design und die Implementierung von Finanzierungen entlang der Wertschöpfungskette, Mischfinanzierungsmechanismen und digitalen Kreditplattformen in unterschiedlichen lokalen landwirtschaftlichen Kontexten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Finanzierung entlang der Wertschöpfungskette in Kulon Progo die Quote überfälliger Kredite auf 1,2 % signifikant reduzierte; digitales Lending in Jember über 3.200 junge Bauern erreichte; und Mischfinanzierung in Tanah Datar zu einem Anstieg des Haushaltseinkommens um 26 % beitrug. Diese Ergebnisse heben die Bedeutung der Koordination zwischen Akteuren der Agrarwirtschaft, Finanzinstitutionen und förderlichen politischen Rahmenbedingungen hervor. Die Studie liefert praktische Einblicke für Entscheidungsträger, indem sie Schlüsselfaktoren für den Erfolg identifiziert, wie adaptive Regulierung, verbesserte digitale Infrastruktur und institutionelle Partnerschaften, die erforderlich sind, um integrative Finanzierungsmodelle zu skalieren und die Resilienz der Kleinbauern in Indonesien zu stärken.
Widi et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.