Hintergrund: Die Prävalenz und Faktoren, die das Erreichen der 24-Stunden-Bewegungsrichtlinien bei 3- und 4-Jährigen aus einkommensschwachen Ländern betreffen, sind unbekannt. Diese Studie bewertete die Prävalenz und Faktoren des Erreichens der Bewegungsverhaltensrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation in Malawi. Methoden: Wir rekruttierten vierhundertsiebzehn 3- bis 4-Jährige (49 % Jungen) aus städtischen und ländlichen Gebieten des Distrikts Zomba, Malawi. Die sozio-demografischen Informationen der Teilnehmer wurden mithilfe einer modifizierten Version der Weltgesundheitsorganisation STEPS-Umfrage gesammelt. Die gesamte körperliche Aktivität wurde anhand der Schrittzahlen von am Hüftgelenk getragenen ActiGraph-Beschleunigungsmessern bewertet, wobei das Erreichen der Richtlinie für die gesamte körperliche Aktivität von 3 Stunden pro Tag definiert wurde als durchschnittliche tägliche Schritte ≥11.500. Elternfragebögen wurden verwendet, um die Prävalenz des Erreichens der Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation für Bildschirmzeit (1 Stunde auf einmal) zu bewerten. Rückwärts gerichtete multivariable Survey-logistische Regression wurde verwendet, um die Faktoren des Erreichens der Richtlinien zu bestimmen. Mögliche Faktoren waren Geschlecht, Alter, Gewichtszustand, sozioökonomischer Status (Bildung der Eltern), städtische versus ländliche Umgebung und Jahreszeit. Ergebnisse: Die Prävalenz des Erreichens aller 4 Richtlinien betrug 60 % (Konfidenzintervall CI, 52 %–68 %). Die Prävalenz des Erreichens der einzelnen Richtlinien war: gesamte körperliche Aktivität 98 % (95 % CI, 96 %–99 %); Schlafdauer 91 % (87 %–93 %); eingeschränktes Sitzen 76 % (95 % CI, 68 %–83 %); sedentäre Bildschirmzeit 79 % (95 % CI, 71 %–86 %). Städtische Kinder hatten signifikant geringere Chancen, alle 4 Richtlinien zu erfüllen, im Vergleich zu ihren ländlichen Altersgenossen (Chancenverhältnis: 0,11, 95 % CI, 0,04–0,37). Schlussfolgerungen: Die Prävalenz des Erreichens der Richtlinien war hoch, obwohl möglicherweise ein Wandel in der körperlichen Aktivität in städtischen Gebieten im Gange ist. Es wird eine Herausforderung sein, gesunde Bewegungsverhalten aufrechtzuerhalten, während sich die wirtschaftliche Entwicklung in Malawi fortsetzt.
Mwase-Vuma et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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