ZUSAMMENFASSUNG Ziel Aufgrund der Globalisierung sind biologische Invasionen zu einem immer größer werdenden Anliegen geworden, da sie vielfältige ökologische und sozioökonomische Auswirkungen auf die Biodiversität und die Ökosystemdienstleistungen haben. Trotz der zunehmenden Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Daten wurde bisher keine umfassende Bewertung der etablierten nicht-einheimischen Arten und ihrer Verbreitung in der Iberischen Halbinsel durchgeführt. Standort Iberische Halbinsel, einschließlich Spanien, Portugal, Andorra und Gibraltar. Methoden Wir haben einen harmonisierten Datensatz von 1273 etablierten nicht-einheimischen Arten aus mehreren regionalen, nationalen und globalen Quellen zusammengestellt. Wir haben die taxonomische Zusammensetzung, Einführungswege und einheimische biogeografische Regionen analysiert. Temporale Muster wurden anhand von Erstnachweis-Daten bewertet, während räumliche Muster mithilfe hochauflösender Vorkommensdaten von GBIF und nationalen Datenbanken kartiert wurden. Ergebnisse Die Mehrheit der etablierten nicht-einheimischen Arten sind Gefäßpflanzen und Insekten, insbesondere der Klassen Magnoliopsida und Insecta sowie der Familien Asteraceae und Formicidae. Insgesamt waren die häufigsten Einführungswege Flucht aus menschlichen Einrichtungen und transportbezogene Mechanismen (Kontaminanten und blinde Passagiere), deren Bedeutung jedoch je nach Land variiert. Etablierte nicht-einheimische Arten stammen überwiegend aus anderen Regionen innerhalb der Paläarktis, gefolgt von den nearktischen und neotropischen Regionen. In Bezug auf den Zeitpunkt der Einführung nahmen die Erstnachweise bis zu den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stetig zu, als die Einführungsrate sich verlangsamte; dennoch bestehen neue Einführungen weiterhin. Schließlich identifizierte unsere räumliche Analyse, dass Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte und Küstenzonen die höchste Anzahl etablierter nicht-einheimischer Arten aufwiesen. Hauptschluß Die Iberische Halbinsel beheimatet eine hohe Anzahl und Vielfalt etablierter nicht-einheimischer Arten. Angesichts des anhaltenden Anstiegs kumulativer Einführungen und der Rolle unbeabsichtigter menschlich bedingter Wege ist es entscheidend, Präventionsmaßnahmen zu verstärken, um zukünftige Invasionen zu reduzieren. Mit vielen bereits etablierten nicht-einheimischen Arten sind jedoch auch effektive Managementmaßnahmen von entscheidender Bedeutung, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und die daraus resultierenden Auswirkungen, insbesondere in Gebieten von Naturschutzinteresse, zu mindern.
Soto et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.