Wir schlagen einen neuartigen Ansatz zur Quanten-Schwerkraft vor, der von der Annahme ausgeht, dass nur der gegenwärtige Augenblick existiert. Die Gegenwart wird durch die Linse der zeitsymmetrischen Quantenmechanik, Holographie und entropischer Schwerkraft interpretiert. Sie wird als ontologische Quanten-Erinnerung beschrieben, die sich in diskreten Ticks aktualisiert und Verschränkung in einem relationalen, Wick-rotierenden euklidischen Raum kodiert. Aufbauend auf einer zeitsymmetrischen Kodierung durch geschlossene Schleifenstrukturen, stellen wir die Hypothese auf, dass Ruhemasse mit Informationen übereinstimmt, die durch Verschränkung in der Zeit „versteckt“ sind, und dass Schwerkraft als lokale Symmetriebrechung räumlicher Verschränkung entsteht, die diese verborgenen Informationen kompensiert. Aus dieser informationellen Asymmetrie rekonstruieren wir das newtonsche Potential und schwache gravitative Zeitdilatation als Reduktionen der zugänglichen Verschränkungsfreiheitsgrade. Wir schlagen Experimente vor, um Beweise für unseren Vorschlag zu liefern und ihn von konventionellen Schwerkrafttheorien zu unterscheiden. Der Rahmen ist noch kinematisch und konzeptionell: Er leitet noch keine Feldgleichungen, keinen Kollapsmechanismus oder eine quantenfeldtheoretische Beschreibung ab. Wir schließen, indem wir die Einschränkungen hervorheben und ein konkretes Forschungsprogramm zur Dynamik und den Verbindungen zur Einstein-Cartan-Theorie vorschlagen.
Alessandro Capurso (Do,) untersuchte diese Frage.