Hintergrund: Die strafrechtliche Verantwortung von Minderjährigen bleibt ein drängendes Thema in der zeitgenössischen Rechtswissenschaft, da sie an der Schnittstelle von Gerechtigkeit, Kinderschutz und gesellschaftlicher Sicherheit liegt. Zweck: Ziel dieses Papiers ist es, die rechtlichen und konzeptionellen Grundlagen der strafrechtlichen Verantwortung von Jugendlichen kritisch zu analysieren, wobei besonderes Augenmerk auf internationale Menschenrechtsstandards und vergleichende Praktiken in verschiedenen Jurisdiktionen gelegt wird. Methoden: Die Studie verfolgt einen doktrinären und kritischen vergleichenden Ansatz und untersucht gesetzliche Rahmenbedingungen, gerichtliche Auslegungen und wissenschaftliche Debatten, während sie Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie integriert. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen erhebliche Inkonsistenzen im Alter der strafrechtlichen Verantwortung, begrenzte Einhaltung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes und unzureichende Berücksichtigung der psychologischen Reife bei der Bestimmung der Schuld. Theoretische und praktische Implikationen: Die Studie trägt zu den Debatten über die Beziehung zwischen Recht, Entwicklungswissenschaft und Menschenrechten bei und zu deren Einfluss auf die Gestaltung von Jugendstrafrechtssystemen. Praktisch unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit einer Politik, die Prinzipien der restaurativen Gerechtigkeit integriert, Rehabilitation über strafende Maßnahmen priorisiert und nationale Gesetze mit internationalen Standards harmonisiert. Originalität/Neuheit: Die Originalität dieser Forschung liegt in ihrer interdisziplinären Kritik, die rechtliche Analysen, psychologische Einsichten und Menschenrechtsrahmen kombiniert, um eine evidenzbasierte Neuausrichtung der strafrechtlichen Verantwortung von Jugendlichen vorzuschlagen.
Ismanto et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.