Hintergrund: Mandibuläre Vorschubgeräte (MADs) gelten als effektive Therapiemöglichkeit zur Behandlung des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS) bei Erwachsenen. Obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist mit einer Reihe von Begleiterkrankungen verbunden, insbesondere mit kardiovaskulären Erkrankungen. Ziel der vorliegenden retrospektiven Studie ist die Bewertung von respiratorischen und kardiovaskulären Parametern bei OSA-Patienten, die mit einem MAD behandelt wurden. Methoden: Insgesamt 64 Erwachsene mit OSA aus gemäßigtem bis schwerem OSAS unterzogen sich einer Teilnachts-Polysomnographie (SN-PSG) zu Beginn (T0) und nach drei Monaten Behandlung mit einem MAD (T1) und wurden anschließend mithilfe statistischer Methoden für eine vergleichende Auswertung analysiert. Ergebnisse: Nach drei Monaten Behandlung zeigten die Patienten eine signifikante Abnahme der durchschnittlichen Herzfrequenz (p < 0,05), der maximalen Herzfrequenz (p < 0,01) sowie im AHI und ODI (p < 0,01), verbunden mit einer signifikanten Erhöhung der minimalen Herzfrequenz (p < 0,05). Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die MAD-Therapie zur Verbesserung sowohl der respiratorischen Effizienz als auch der kardiovaskulären Funktion bei Personen mit OSAS beitragen kann, und bieten eine wertvolle integrierte Behandlungsstrategie für Patienten mit bestehenden kardiovaskulären Erkrankungen.
Ciavarella et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.