Traditionelle Geburtshelferinnen (TBAs) spielen weiterhin eine wichtige Rolle in der Müttergesundheitsversorgung in Nigeria, insbesondere in ländlichen und unterversorgten Gebieten, in denen der Zugang zu formellen Gesundheitsdiensten eingeschränkt bleibt. Ihre kulturell verwurzelten Praktiken, Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit haben ihre Relevanz trotz verstärkter Bemühungen um qualifizierte Geburtsbetreuung aufrechterhalten. Diese Studie untersucht die Hauptrollen der TBAs bei der Geburtshilfe mit Fokus auf ihre Praktiken, Wahrnehmungen und Integration im zeitgenössischen Gesundheitssystem im Ikwerre Local Government Area, Rivers State, Nigeria. Es wurde ein querschnittliches Mixed-Methods-Design angewendet, das quantitative und qualitative Daten kombiniert. Eine gezielte Stichprobe von 80 TBAs und 40 qualifizierten Geburtshelfern (SBAs), einschließlich Krankenschwestern und Hebammen, nahm teil. Die Datenerhebungsinstrumente umfassten strukturierte Fragebögen, Fokusgruppendiskussionen (FGDs) und leitfadengestützte Interviews (KIIs). Quantitative Daten wurden mit SPSS v25 analysiert, während qualitative Daten einer thematischen Analyse unterzogen wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass 85 % der TBAs Frauen im Alter von 45 Jahren und älter waren, mit über 10 Jahren Geburtserfahrung. Die meisten (70 %) erlernten ihre Fähigkeiten informell durch ältere Verwandte. TBAs berichteten über Schlüsselrollen wie Geburtsbegleitung (90 %), Entbindungshilfe (78 %), Anwendung pflanzlicher Arzneimittel (64 %), spirituelle Betreuung (58 %) und Unterstützung im Wochenbett (72 %). Qualitative Daten zeigten, dass TBAs ihre Rollen als ganzheitlich und kulturell abgestimmt betrachteten. Obwohl 75 % nie eine formale Ausbildung erhalten hatten, zeigten viele Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Gesundheitseinrichtungen. SBAs anerkannten das Vertrauen der Gemeinschaft zu TBAs, erhoben jedoch Bedenken bezüglich Hygiene, Verzögerungen bei Überweisungen und Infektionskontrolle. Trotz der Modernisierung des Gesundheitssystems bleiben TBAs kulturell und funktional unentbehrlich. Ihre fehlende formale Ausbildung stellt jedoch Herausforderungen für die mütterliche Sicherheit dar. Die Integration von TBAs durch strukturierte Schulungen, respektvolle Einbindung und funktionale Überweisungssysteme ist entscheidend zur Verbesserung mütterlicher Ergebnisse und zur Ausrichtung an globalen Gesundheitszielen. Die Stärkung dieser Synergie verspricht ein inklusiveres und reaktionsfähigeres System der Müttergesundheitsversorgung in Nigeria.
Olasumbo et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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