Zusammenfassung: Inmitten des Zustroms chinesischer Arbeiter in die Straits Settlements im späten 19. Jahrhundert engagierten sich nur wenige Gelehrtenärzte in einem transnationalen medizinischen Diskurs, was den Qing-Imperialarzt Li Jun (力钧) zu einer bemerkenswerten Ausnahme macht. Li Jun, ein angesehener konfuzianischer Arzt, reiste in den 1890er Jahren nach Singapur und Penang und dokumentierte sorgfältig seine einzigartigen Beobachtungen in seinem Buch, Bin Lang Yu Zhi Lue (《槟榔屿志略》 Monographie über Penang). Diese Arbeit untersucht Li Juns Erzählungen und Kritiken zur chinesischen Medizin in Penang und analysiert sie durch die Linse seines elitär gefärbten Hintergrunds und des sozial-historischen Kontexts der Zeit. Indem die Erzählung in den Gesundheitssektor der Ära, die Migrationsmuster und die kolonialen Dynamiken kontextualisiert wird, bewertet die Arbeit seine Ansichten über die Rolle, die Praktizierenden, die wahrgenommenen Stärken und die Einschränkungen der chinesischen Medizin, wie sie im Ausland praktiziert wird. Li Juns aufschlussreiche Perspektive offenbart die Komplexität der Anpassung und Bereitstellung chinesischer Gesundheitsversorgung innerhalb der Diaspora, hebt die historischen Herausforderungen hervor und beleuchtet das Zusammenspiel zwischen medizinischen Traditionen und dem kolonialen Umfeld zu dieser Zeit.
Su et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.