Die gegenwärtige Entwicklungsstufe der Gesellschaft ist geprägt von der raschen Einführung digitaler Technologien, die systematische Auswirkungen auf alle Bereiche öffentlicher Gewalt und auf das Verfassungsrecht und die Ordnung haben. Unter diesen Umständen besteht die Notwendigkeit, neue Formen des Verfassungsrechts zu verstehen, die die Herausforderungen des digitalen Zeitalters widerspiegeln. Die Relevanz des Themas ergibt sich aus der Notwendigkeit einer rechtlichen Anpassung der grundlegenden Prinzipien des Verfassungssystems an die Bedingungen der Digitalisierung, einschließlich Fragen der digitalen Souveränität, der Transparenz von Algorithmen und des rechtlichen Regimes von Daten. Gegenstand der Forschung sind die Prozesse der Transformation verfassungsrechtlicher Prinzipien im Kontext der digitalen Umgebung sowie die Bildung des Konzepts des digitalen Verfassungsrechts als neues Paradigma der öffentlichen Macht. Der Artikel zielt darauf ab, die theoretischen, rechtlichen und institutionellen Veränderungen, die die digitale Transformation der Gesellschaft begleiten, zu identifizieren. Die methodologische Basis der Forschung ist der dialektische Ansatz, die Prinzipien der Systemanalyse und die Konzeptualisierung von Transformationsprozessen im öffentlichen Recht. Der Einsatz der vergleichenden Rechtsmethode ermöglicht es, verschiedene Modelle des digitalen Verfassungsrechts zu analysieren, die in nationalen und supranationalen Rechtssystemen entwickelt wurden. Die Anwendung der formalen Rechtsmethode stellt die Identifizierung der wesentlichen Veränderungen im Inhalt der verfassungsrechtlichen Prinzipien sicher, die im digitalen Zeitalter einer Neubewertung unterzogen werden. Auch die Methode der rechtlichen Prognosen wird eingesetzt, die darauf abzielt, potenzielle Risiken und Entwicklungslinien des digitalen Verfassungsrechts zu bewerten. Der interdisziplinäre Ansatz verwendet Rechtstheorie, Politikwissenschaft und Informationstheorie. Die Neuheit der Forschung liegt in der Entwicklung einer ganzheitlichen Sicht auf das digitale Verfassungsrecht als eine spezielle Form der verfassungsrechtlichen Regulierung, die auf die digitale Umgebung ausgerichtet ist. Die Notwendigkeit, die traditionellen Prinzipien des Rechtsstaats im Kontext der algorithmischen Steuerung und der Plattformökonomie zu überdenken, wird belegt. Es wird der Schluss gezogen, dass ein hybrides Modell der öffentlichen Macht entsteht, das Elemente nationaler Souveränität und transnationaler Regulierung kombiniert. Die Risiken der Unterminierung demokratischer Grundlagen durch unzureichende regulatorische Klarheit digitaler Institutionen wurden identifiziert. Die dargestellten Bestimmungen können als theoretische Grundlage für die weitere Entwicklung des Konzepts des digitalen Verfassungsrechts dienen.
Goncharov et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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