Abstract In den letzten Jahren hat die Wittgenstein-Forschung ihren Fokus auf die Beziehung zwischen Wittgenstein, Modernismus und den Künsten erneuert, mit besonderem Augenmerk auf den ästhetischen und modernistischen Wert seines frühen Werks, dem Tractatus Logico-Philosophicus. Konkret zielt das Papier darauf ab, die ästhetische Bedeutung von Wittgensteins Begriff des Unsinns (Unsinn) und dessen Anwendung auf das Verständnis literarischer Sprache zu erkunden. Die zentrale These ist, dass die Interpretation der Beziehung zwischen Unsinn und literarischer Sprache sowie deren breitere Implikationen je nach dem interpretativen Ansatz, den man beim Lesen des Tractatus wählt, variiert. Drei Hauptlesarten sind entstanden: der Ineffabilitätsansatz, bei dem Unsinn ein notwendiges Nebenprodukt des Versuchs ist, über das zu sprechen, was jenseits der Grenzen der Sprache liegt; das resolute Programm, das die Einsichten der resoluten Lesart in den ästhetischen Bereich übersetzt; und der grammatische Ansatz, der ‚grammatischen‘ Unsinn als eine grundsätzlich positive Funktion betrachtet, insofern als er kreativ die Kriterien darstellt, die die Grammatik unserer Sprache regeln. Jede dieser Interpretationen ermöglicht es uns, auf unterschiedliche Weise zu verstehen, wie das Konzept des Unsinns von einer logischen Grenze in eine ästhetische Ressource verwandelt werden kann, was unser Verständnis literarischer Praktiken erheblich beeinflusst. Insbesondere werden die Einsichten des resoluten Programms bevorzugt, um auf mögliche Entwicklungen im literarischen Bereich hinzuweisen.
M. Massa (Freitag) untersuchte diese Frage.
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