Hintergrund: Zervikale Radikulopathie ist ein behindernder muskuloskelettaler Zustand, der durch mechanischen oder entzündlichen Kompromiss der Nervenwurzeln entsteht und häufig zu Schmerzen, eingeschränkter Nackenbeweglichkeit und funktionellen Behinderungen führt. Konventionelle Physiotherapie und neurodynamische Mobilisation bieten einige Vorteile, aber die optimale Strategie zur Erreichung einer anhaltenden Verbesserung bleibt ungewiss. Die Integrierte Neuromuskuläre Hemmungstechnik (INIT), die ischämische Kompression, Gegenstrain und Muskelenergie kombiniert, hat sich als vielversprechende Intervention zur Bekämpfung myofaszialer Schmerzursachen herausgestellt. Ziel: Die Wirksamkeit von INIT in Kombination mit neurodynamischer Mobilisation zu bewerten im Vergleich zu neurodynamischer Mobilisation plus konventioneller Physiotherapie bei Patienten mit zervikaler Radikulopathie. Methoden: Eine randomisierte kontrollierte Studie wurde am Ghurki Trust Teaching Hospital in Lahore durchgeführt, an der 74 Patienten im Alter von 35–50 Jahren mit einseitiger zervikaler Radikulopathie teilnahmen. Die Teilnehmer wurden randomisiert entweder der INIT plus neurodynamischen Mobilisation oder der konventionellen Physiotherapie mit Neurodynamik für acht Wochen zugewiesen. Primäre Endpunkte waren Schmerzintensität (Numerische Schmerzbewertungsskala), zervikaler Bewegungsumfang (Goniometrie) und Behinderung (Nackenbehinderungsindex). Bewertungen wurden zu Beginn, nach 4 Wochen und nach 8 Wochen durchgeführt. Die statistische Analyse verwendete ANOVA für wiederholte Maße und nichtparametrische Äquivalente, mit Effektgrößen und 95 % Konfidenzintervallen. Ergebnisse: Die Experimentgruppe erzielte signifikant größere Verbesserungen beim Schmerz (-1,6 Punkte), bei der Behinderung (-7,4 Punkte), bei der zervikalen Beugung (+4,9°) und der Rotation (+7,6°) nach 8 Wochen im Vergleich zur Kontrollgruppe (p < 0,001). Die Effektgrößen reichten von moderat bis groß und bestätigten die klinische Relevanz. Schlussfolgerung: INIT in Kombination mit neurodynamischer Mobilisation bietet eine überlegene Schmerzreduktion, funktionelle Erholung und Verbesserungen der zervikalen Mobilität im Vergleich zur konventionellen Physiotherapie mit Neurodynamik und unterstützt deren Verwendung als effektive nicht-invasive Behandlung für zervikale Radikulopathie.
Waqas et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.