Ziel: Afrikanische Amerikaner nehmen nicht an klinischen Studien teil und sind daher in medizinischen Initiativen, die lebensrettende Behandlungen bieten können, unterrepräsentiert. Diese Forschung untersucht die Einstellungen, Überzeugungen und Wahrnehmungen afrikanischer Amerikaner bezüglich der Teilnahme an klinischen Studien. Methoden: Die Forscher führten eine Umfrage mit einer repräsentativen Stichprobe afrikanischer Amerikaner in den Vereinigten Staaten (n = 1.260) durch. Strukturelle Gleichungsmodellierung wurde verwendet, um die Daten zu analysieren. Hauptbefunde: Die Ergebnisse zeigen, dass Verhaltensüberzeugungen zu klinischen Studien positiv mit Einstellungen zur Teilnahme an klinischen Studien verbunden sind. Darüber hinaus sind Einstellungen positiv mit der Absicht zur Teilnahme an klinischen Studien verbunden. Die Teilnahme an klinischen Studien wird auch durch sozialen Einfluss bestimmt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Meinung „wichtiger anderer“ zur Teilnahme an klinischen Studien positiv mit der Studienteilnahme verbunden ist; jedoch sind Risikowahrnehmungen negativ mit der Studienteilnahme verbunden. Die Ergebnisse zeigen, dass Geschlecht und Bildungsniveau die Risikowahrnehmungen moderieren. Afrikanische Amerikanerinnen und Personen mit geringerem Bildungsniveau haben Risikowahrnehmungen, die ihre Absicht zur Teilnahme an klinischen Studien negativ beeinflussen. Praktische Anwendungen: Diese Forschung hebt hervor, wie Verhaltensüberzeugungen und Einstellungen positiv mit Teilnahmeabsichten verbunden sind, während subjektive Normen den Einfluss sozialer Druck auf die Entscheidungsfindung weiter verstärken. Wichtig ist, dass Risikowahrnehmungen eine bedeutende Barriere zur Teilnahme darstellen, insbesondere bei afrikanischen Amerikanerinnen und Personen mit geringerem Bildungsniveau. Diese Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit gezielter Interventionen hin, die spezifische Bedenken ansprechen und Vertrauen durch kulturell informierte, zugängliche Kommunikation aufbauen. Durch die Entwicklung von Kommunikationsstrategien, die positive Überzeugungen fördern, den Einfluss der Gemeinschaft nutzen und wahrgenommenen Risiken verringern, können Forschungs- und Gesundheitsgemeinschaften bedeutende Schritte zur Förderung von Inklusion und Vertrauen unternehmen.
Ricks et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.