Der Artikel behandelt das Problem der unzureichenden Untersuchung des russischen Neo-Kantianismus in der Geschichte der Philosophie. Die Autoren weisen auf die Spezifität und Komplexität dieses Themas hin, was die relativ späte Auseinandersetzung damit sowohl durch ausländische als auch heimische Forscher erklärt. Der Artikel stellt auch fest, dass, obwohl die Bedeutung des neo-kantianischen Einflusses auf das russische Denken, die Literatur und die Kultur des späten 19. - frühen 20. Jahrhunderts anerkannt ist, dieses Thema weiterhin unzureichend untersucht bleibt. Der Artikel widmet sich den Besonderheiten des russischen Neo-Kantianismus und seinem Unterschied zum deutschen Neo-Kantianismus. Der Autor schließt, dass die russische Tradition nicht eine so tiefgehende und systematische Untersuchung von Kants Philosophie hatte wie in Deutschland. Der Artikel weist darauf hin, dass die Vertreter des russischen Neo-Kantianismus die kritische Methode und Traditionen von Kants transzendentaler Philosophie unter Berücksichtigung der Spezifika der Entstehung der Philosophie in Russland verwendeten. Die Autoren weisen auch auf die Mehrdeutigkeit hin, G. I. Tschelpankov dem Neo-Kantianismus zuzuschreiben. Dies könnte daran liegen, dass seine Ansichten nicht vollständig mit den Hauptpunkten dieser philosophischen Strömung übereinstimmen.
Belov et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.