Zweck: Die schnelle Kraftproduktion beruht auf neuromuskulären Mechanismen, die sich von denen der maximalen Kraft unterscheiden. Bei chronisch krafttrainierten Individuen bleiben spezifische Anpassungen in den Variablen der schnellen Kraft (RFVs) - sowohl absolut als auch in Relation zur maximalen Kraftkapazität - nach Widerstandstraining mit ballistischen im Vergleich zu kontrollierten Kontraktionen unerforscht. Daher untersuchten wir, ob Verbesserungen in der maximalen Antriebskraft (MaxPP) mit den RFV-Reaktionen, insbesondere der Kraftentwicklungsrate (RFD) und dem Impuls, übereinstimmen. Methoden: Zehn Eliteathleten (weiblich n = 5) unterzogen sich einem Maximalgeschwindigkeitstraining (MIV) und wurden mit 10 (weiblich n = 5) Eliteathleten verglichen, die ein moderates Geschwindigkeits-Training (MOV) über 4 Wochen durchführten. Die 1-Maximalkraft (1RM), MaxPP und RFVs (RFD und Impuls) wurden zu Beginn und nach 4 Wochen Training bewertet. Ergebnisse: Beide Gruppen zeigten signifikante Zuwächse bei 1RM (MIV: +13,9 kg, P < .001; MOV: +14,4 kg, P < .001). Obwohl die absolute MaxPP, RFD und der Impuls in beiden Gruppen verbesserten, zeigte nur die MIV-Gruppe signifikante Verbesserungen, wenn sie auf 1RM normalisiert wurden (MaxPP: +13 W %1RM −1 , P = .002; RFD: +61% 1RM·s −1 , P = .004; Impuls: +5% 1RM·s, P = .01). Im Gegensatz dazu reduzierte das MOV-Training die normalisierte MaxPP (−3 W %1RM −1 , P = .04) und RFD (−15% 1RM·s −1 , P = .02), ohne signifikante Änderung des Impulses. Eine positive Assoziation wurde zwischen den Verbesserungen in MaxPP und RFD beobachtet (P < .01). Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse erkennen ballistische Kontraktionen als den Hauptfaktor für die Verbesserungen der RFVs bei chronisch krafttrainierten Individuen an. Der parallele Anstieg von MaxPP und RFD unterstreicht die intrinsische Beziehung zwischen der physiologischen Kapazität zur schnellen Kraftgenerierung und der resultierenden Kontraktionsgeschwindigkeit, wobei die Geschwindigkeitsanforderungen, die an das neuromuskuläre System während des Widerstandstrainings gestellt werden, diese Anpassungen steuern.
Lecce et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.