Zweck Die Anzahl der blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland steigt. Das Finden eines Objekts wie eines Türgriffs stellt für diese Menschen manchmal eine große Herausforderung dar. Durch die Entwicklung eines Prototyps untersucht die vorliegende Arbeit die Hypothese, dass der Navigationsprozess zu einem gesuchten Objekt in der unmittelbaren Umgebung mit Hilfe einer Smartphone-App teilweise automatisiert und somit für die sehbehinderte Person erleichtert werden kann. Design/Methodik/Ansatz Die Objekterkennung des Prototyps basiert auf dem neuronalen Netzwerk der Google Cloud Vision API, und die Navigation auf einer Vorstellung der dreidimensionalen Umgebung der sehbehinderten Person, die durch das Augmented Reality-Framework ARCore von Google erfasst wurde. Ergebnisse Die Evaluation zeigt, dass die Erkennung von z. B. einem Türgriff und die Navigation zu diesem Türgriff möglich sind, wenn ausreichende Kriterien wie strukturreiche Oberflächen und gute Lichtverhältnisse gegeben sind. Originalität/Wert Diese Arbeit präsentiert einen neuartigen Ansatz zur Unterstützung sehbehinderter Personen durch die Integration fortschrittlicher Objekterkennungs- und Navigationstechnologien in eine benutzerfreundliche Smartphone-Anwendung.
Edelmann et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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