ZUSAMMENFASSUNG Mikroplastiken und Nanoplastiken (MNPs) sind weit verbreitete Schadstoffe, die mit Proteinen, Lipiden, Nukleinsäuren und anderen Biomolekülen interagieren und Zellstrukturen schädigen. Diese Übersicht geht über die bloße Aufzählung von Vorkommen hinaus und untersucht, wie sie Schaden verursachen. Sie beschreibt Mechanismen wie oxidativen Stress, endokrine Disruption, Genotoxizität, Proteinfehlfaltung, Destabilisierung von Lipidmembranen und epigenetische Veränderungen. Es wird eine integrierte mechanistische Hypothese vorgeschlagen, die diese Prozesse über oxidative epigenetische Rückkopplungsschleifen, größenabhängige Organellentargetierung und Effekte der Schadstoffkorona verbindet, mit potenziellen Auswirkungen auf die zelluläre Alterung und transgenerationelle Folgen. Dabei wird auf die Übereinstimmung von Dosis-Wirkungs-Beziehung, ökologische Relevanz und die biologische Bedeutung der berichteten Konzentrationen Wert gelegt. Wesentliche Wissenslücken, insbesondere in Bezug auf chronische Niedrigdosisexpositionen, Wechselwirkungen mit Ko-Schadstoffen und Dynamiken der Proteinkorona, werden identifiziert. Dieses Rahmenwerk zielt darauf ab, Risikoabschätzungen, regulatorische Strategien sowie die Minderung ökologischer und gesundheitlicher Risiken durch MNPs zu verbessern.
Marycleopha et al. (Sat,) untersuchten diese Fragestellung.