Der Artikel untersucht die Krise der liberalen Demokratie, ein drängendes Thema in der zeitgenössischen Politikwissenschaft. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die liberale Demokratie weithin als ideales Modell der gesellschaftlichen Organisation angesehen. Im frühen 21. Jahrhundert sieht sie sich jedoch erheblichen internen und externen Herausforderungen gegenüber, darunter abnehmendes Vertrauen in Institutionen, gesellschaftliche Polarisierung, Erosion der Bürgerkultur und den Aufstieg autoritärer Tendenzen. Die Studie untersucht theoretische Ansätze zu dieser Krise durch die Werke von Denkern wie F. Fukuyama, S. Huntington, E. Bernays, W. Lippmann, J. Schumpeter, Z. Brzezinski, A. Giddens, Y. Harari, S. Levitsky, D. Ziblatt und anderen. Sie analysiert Konzepte, die die Krise erklären, einschließlich der Monopolisierung des demokratischen Diskurses durch die liberale Orthodoxie, die Erosion des sozialen Kapitals, die Auswirkungen der Globalisierung und Medienmanipulation. Besonderes Augenmerk wird auf Schumpeters prozeduralen Ansatz zur Demokratie gelegt, der klare Regeln und Verfahren betont, um Konflikte zu verhindern. Der Artikel verfolgt auch die historische Entwicklung der Demokratie, insbesondere während der „dritten Welle der Demokratisierung“ (1970er–1990er Jahre), und geht auf zeitgenössische Herausforderungen wie wachsenden Populismus, Misstrauen gegenüber Eliten und den Einfluss transnationaler Akteure ein. Er schlägt eine Rückkehr zu einem neutralen, prozeduralen Modell der Demokratie vor, das ideologische Verzerrungen vermeidet und kulturelle Vielfalt berücksichtigt. Die Demokratie muss ihre Mission überdenken, um die übermäßige ideologische Belastung abzubauen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Überwindung der Krise möglich ist, indem die zentralen demokratischen Mechanismen – freie Wahlen, Gewaltenteilung und Meinungsfreiheit – wiederhergestellt werden, die an moderne Realitäten angepasst sind, was die Grundlage für eine neue Welle der Demokratisierung legen könnte.
Savchenko et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.